Kannst Du Dich an Dein erstes Mal erinnern? Und Dein erstes Mal BDSM Session oder Kinky Play? Ich hatte bereits viele erste Male und durfte noch mehr begleiten. Oft hegt der Mensch schon lange ein Verlangen. Ausgeliefert zu sein. Nichts entscheiden zu dürfen. Fixiert zu sein. Das Kopfkino zeigt Möglichkeiten. Pornos veranschaulichen. Und immer wieder fragst Du Dich:
Gefällt mir das auch wirklich?
Diese Frage lässt sich nur im Ausleben beantworten. Aber wie? Nicht jeder kann zu Fetisch Parties oder finden online Spielpartner*innen. Andere leben in fester Beziehung, in der das Gegenüber keine dominante Ader hat. Zum Glück gibt es Sexarbeitende!
Ein Herr fand kürzlich den Weg zu mir, nach Absprache mit seiner Freundin.
Seine Anfrage klang wohl überlegt und gab erste Anhaltspunkte. Doch wichtiger als die Praktik an sich ist mir die Motivation: Möchte er fixiert werden, um ausgeliefert zu sein? Oder geht es darum, dass er nichts machen kann? Oder nichts machen darf?
In seinem Fall – wie so oft – ist es eine Mischung. Ihn reizt besonders, die Kontrolle abzugeben. Ich führe, er fühlt. Wie viele der Menschen, die solche BDSM-Szenarien ansprechen, ist er viel im Kopf. Also gent es auch darum, seine Gedanken auszuschalten.
Das kenne ich von mir. Zum Glück gibt’s einiges an Spielweisen, die hier helfen können.
Wie gestalte ich ein erstes Mal BDSM
BDSM steht für Bondage, Disziplin, Sadismus, Masochismus. Es geht also um Praktiken, die fixieren, ein Machtgefälle etablieren und die lustvoll mit Schmerzen spielen. Selbst ich bin immer wieder überrascht von der Bandbreite, die es im BDSM gibt.
Für mich als dominante Fetisch Escort habe ich ein paar Favoriten entdeckt:
- Fesselungen aller Art, einschließlich Seile
- Sinnesentzug, von Augenbinde bis Kopfmaske
- Brustwarzen-Spiele
- Anale Freunden, von Fingern bis Fisting
- Strap-on, Umschnalldildo
- CBT, also cock-and-ball-torture (eher sanft)
- Spanking, von leicht bis mittelhart
- Sinnliche Dominanz, die firm führt aber immer auch zärtlich und berührbar ist
Dabei bin ich immer nah an meinem Gegenüber. Vor allem beim ersten Mal darf ich ja noch lernen, wie ein Mensch reagiert. Wie hart kann ich die Nippel drücken oder kneifen, bevor es an die Grenze geht? Wie reagiert er auf anale Stimulation? Möchte der Körper heute überhaupt, dass ich eindringe?
Das Geheimnis erfüllender Sessions
Wie alles im intimen Bereich ist der Schlüssel zu BDSM vor allem eines: Körper lesen.
Ich gebe einen Reiz und beobachte die Reaktion. Signalisiert sie: Gib mir mehr! Dann folge ich dem Impuls. Ist sie neutral, schaue ich mal. Verkrampft der Körper oder gibt er mir ein Zeichen von “zu viel!”, dann wende ich mich etwas anderem zu.
Das fängt ganz klein an. Hände über dem T-Shirt. Außen über die Brustwarzen streichen.
Was danach passiert, lässt sich nicht planen. Es ist ein intuitiver Tanz zwischen zwei Personen.
Klar klären wir bestimmte Aspekte vorab. Ist anal denkbar? Wenn er fixiert ist, möchte er sich widersetzen? Und vieles mehr.
Manches erfrage ich während der Session. Und sollte mein Gegenüber geknebelt sein, gibt es andere Wege der Kommunikation, die wir vorab festlegen.
Verarbeiten im Nachgang
Für den erwähnten Herren waren unsere beiden Treffen augenöffnend. Da wir uns an zwei Tagen in Folge trafen, konnte ich solide auf den Erfahrungen des Erstens aufbauen. Er hatte die Möglichkeit, Impulse zu geben. Es sich fester oder sanfter zu wünschen, neue Ideen einzubringen.
Und nun erst einmal alles sacken lassen. Solche neuen Erfahrungen müssen auch verarbeitet werden. Vor allem, wenn sie Seiten an Dir offenbaren, die Du vorher nicht erlebt hast. Nimm Dir also die Zeit. Dann wirst Du auch herausfinden, was Deine nächste Schritte sind.
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Möchtest Du Neues entdecken? Ich freue mich auf Deine Anfrage.
Beitragsbild von Deon Black